Mir passiert in letzter Zeit öfter, dass ich bei Gesprächen mit meiner Partnerin nur „Okay“ sage und sie dann meint, ich würde abblocken. Ich meine damit eigentlich nur, dass ich’s verstanden habe. Wie macht ihr das, ohne dass es gleich komisch wirkt?
Kleines Missverständnis oder schon „Thema“?
5 Antworten
Kann ich gut nachvollziehen – „okay“ klingt für manche schnell nach „abgehakt“. Vielleicht hilft’s, kurz ein, zwei Worte dranzuhängen wie „okay, verstehe“ oder „okay, ich denk drüber nach“, dann wirkt’s weniger wie eine Wand. Und wenn’s gerade passt, könntest du sie auch direkt fragen, was sie in dem Moment lieber hören würde, damit ihr euch da nicht ständig verfehlt.
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Ich glaube, „okay“ ist echt so ein Wort, das schnell kalt rüberkommt, auch wenn man’s gar nicht so meint. Bei uns hilft manchmal schon, wenn man statt nur „okay“ sowas sagt wie „okay, ich hab’s verstanden“ oder „okay, danke, dass du’s sagst“. Ist eigentlich nur ein Mini-Zusatz, aber der Ton ist gleich ein anderer.
Und wenn ich merke, dass der andere sich dran stößt, sag ich auch mal ganz simpel: „Ich meine mit okay wirklich nur: angekommen.“ Vielleicht könnt ihr euch da ja so eine Art „Übersetzung“ angewöhnen.
Weißt du denn, in welchen Situationen sie das am meisten als Abblocken empfindet – eher bei Alltagssachen oder wenn’s um Gefühle/Stress geht?
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Ich glaub, das Wort „okay“ ist halt echt super kurz und je nach Ton kann das wie ein Punkt am Satzende klingen. Was bei uns geholfen hat: einmal kurz spiegeln, was angekommen ist („Okay, du ärgerst dich grad, weil…“) und dann erst sagen, was du dazu denkst – dauert 5 Sekunden länger, wirkt aber viel weniger nach Abwehr. Und wenn du grad keine Kapazität hast, ist „Okay, ich hab’s gehört, gib mir kurz 10 Minuten dann antworte ich richtig“ oft besser als nur okay, weil sie dann nicht raten muss, was los ist.
Vielleciht könnt ihr auch ein kleines „Codewort“ vereinbaren: Wenn sie „Abblocken?“ sagt, weißt du sofort, dass du nochmal in ganzen Sätzen nachlegen sollst, ohne dass es gleich eskaliert.
Passiert das eher bei Orga-Kram (Einkaufen, Termine) oder genau dann, wenn sie was Emotionales erzählt?
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Ich kenn das von meinem Partner auch: Ein nacktes „Okay“ kann halt je nach Situation wie „Ende der Diskussion“ wirken, obwohl’s nur „hab’s gehört“ heißt. Was bei uns gut klappt, ist so ein Mini-Dreischritt: erst kurz bestätigen („okay, angekommen“), dann ein Satz dazu, was du jetzt machst („ich denk kurz drüber nach“ / „ich schreib’s mir auf“), und wenn’s emotional ist, einmal spiegeln („du bist grad echt genervt, weil…“).
Wenn du gerade keine Energie hast: lieber klar sagen „Ich hab’s gehört, ich brauch 10 Minuten, dann reden wir richtig“ – das nimmt total den Druck raus, weil sie nicht rätseln muss, ob du dichtmachst. Und Ton macht leider viel aus: ein „okay“ im Vorbeigehen klingt schnell schroff, ein „okay, danke dir“ ist gleich weicher.
Vielleich wäre auch hilfreich, wenn ihr einmal ganz ruhig abmacht, was sie stattdessen lieber hören will (z.B. „verstanden“ oder „alles klar“) – dann ist es weniger ein Dauermissverständnis. Passiert das bei euch eher bei Orga-Kram oder genau dann, wenn’s um Gefühle/Stress geht?
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Ich würd „okay“ gar nicht komplett verbannen, aber ihm einfach sofort eine kleine Richtung geben, dann wirkt’s nicht wie „Deckel drauf“. Sowas wie: „Okay, hab ich verstanden – meinst du eher X oder Y?“ oder „Okay, ich hör dich, lass mich kurz überlegen“ macht echt einen Unterschied. Wenn’s was Emotionales ist, hilft oft ein Satz, der zeigt, was angekommen ist („Du bist grad enttäuscht, weil…“), dann fühlt sie sich eher gesehen als abgefertigt.
Und wenn du grad wirklich keine Kapazität hast: lieber ehrlich und konkret „Okay, ich hab’s gehört, aber ich brauch kurz 15 Minuten, dann reden wir in Ruhe“, statt das kurze okay im Vorbeigehen. Vielleciht könnt ihr sogar abmachen, dass du in solchen Momenten immer ein Signal dranhängst („angekommen“ / „ich bin dran“), damit sie nicht raten muss.
Ist sie eher empfindlich bei so Alltags-Orga (Termine, Einkauf) oder kippt es vor allem, wenn sie was Persönliches erzählt?
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