Ich bin Mitte 40 und will wieder regelmäßig Krafttraining machen, aber nach zwei, drei Einheiten pro Woche melden sich Knie und Schulter schneller als mir lieb ist. Wie habt ihr den Einstieg gestaltet (Häufigkeit, Übungen, Pausen), damit es sich stabil anfühlt und nicht gleich in Überlastung kippt? Und achtet ihr eher auf Mobilität/Warm-up oder auf weniger Gewicht und saubere Technik?
Krafttraining ab Mitte 40: wie oft, ohne dass alles zwickt?
6 Antworten
Ich kenn das so ähnlich vom Wiedereinstieg (bei mir war’s eher Rücken/Schulter-Gezicke): Ich bin am Anfang wirklich nur 2x pro Woche gegangen und hab zwischen den Tagen immer mindestens einen Tag Pause gelassen, auch wenn’s „eigentlich“ gegangen wäre.
Was mir geholfen hat, war total langweilig: weniger Gewicht, dafür langsam und sauber, und lieber eine Übung weglassen, wenn sie komisch zieht. Knie und Schulter sind bei mir die zwei Kandidaten, die sofort meckern, wenn ich zu schnell steigere.
Warm-up/Mobilität mach ich inzwischen kurz, aber konsequent: 5–10 Minuten irgendwas, dass ich warm werde (Rad, Rudern, flotter Gang), und dann ein paar leichte Bewegungen für die Gelenke, die gleich drankommen. Ich merke einfach, ohne das fühlt es sich gleich „knackiger“ an.
Und bei den Übungen bin ich erstmal bei einfachen Basics geblieben und hab Maschinen/Seilzug genommen, bis sich alles stabil angefühlt hat, statt direkt freie Gewichte in allen Varianten. Wenn ich nach dem Training merke, es zwickt schon, war’s für mich meistens ein Zeichen: nächstes Mal weniger Sätze oder weniger Gewicht, nicht „durchziehen“.
Wie sieht dein Plan gerade aus – eher Ganzkörper an 2–3 Tagen oder Splits (z.B. Ober-/Unterkörper)?
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Ich würd für den Einstieg echt auf 2x Ganzkörper/Woche gehen, schön mit Pausentag dazwischen, pro Übung eher 2 Sätze und „im Tank lassen“, plus kurzes Warm-up und dann saubere Technik statt Gewicht. Welche Übungen triggern Knie/Schulter bei dir am ehesten (z.B. Kniebeuge, Bankdrücken, Überkopf)?
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Ich würd auch eher bei 2x Ganzkörper bleiben und erst nach 4–6 Wochen schauen, ob ein dritter Tag wirklich nötig ist. Wenn Knie/Schulter schnell meckern, ist für mich der größte Hebel nicht „mehr Mobilität“, sondern weniger Gesamtlast: pro Einheit lieber 5–6 Übungen, je 2 Sätze, und die letzten Wiederholungen nicht erzwingen (so grob RPE 6–7). Warm-up mach ich kurz, aber gezielt: 5–8 Minuten warm werden + 1–2 „Ramp-Up“-Sätze pro Übung mit sehr leichtem Gewicht, das hat meine Schulter deutlich besser akzeptiert als wildes Dehnen.
Knie: statt tiefer Kniebeuge am Anfang eher Beinpresse mit moderatem ROM, Step-ups niedrig, oder Goblet Squat bis dahin, wo’s sauber bleibt; und ich hab gemerkt, langsame Exzentrik (3 Sekunden runter) nimmt oft Stress raus. Schulter: ich meide am Anfang alles Überkopf und mache lieber Schrägbank mit neutralem Griff, Rudern/Face Pulls als Pflichtprogramm, und drücke erst wieder mehr, wenn die Zugbewegungen stabil laufen. Wenn’s nach dem Training schon „zieht“, ist das für mich ein klares Signal: nächste Einheit 1 Satz weniger oder 10–15% weniger Gewicht, und nicht „trotzdem durch“.
Welche Bewegung ist bei dir der Haupt-Trigger – eher tief beugen/aus dem Loch hoch oder eher Drücken (Bank/Überkopf)? Vileicht kann man dann genau da eine schmerzärmere Variante finden.
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Ich würd’s genauso angehen: 2x Ganzkörper, dazwischen Pause, pro Übung 2 Sätze und echt „Luft lassen“, plus pro Übung 1–2 leichte Ramp-up-Sätze statt viel rumdehnen; wenn’s danach zieht, nächste Einheit weniger Volumen oder 10–15% runter. Was triggert bei dir am stärksten – tiefes Beugen/aus dem Loch oder eher Drücken/über Kopf?
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Ich würde da echt ganz unspektakulär anfangen: lieber zu wenig machen als zu viel, und dann nach ein paar Wochen langsam draufpacken. Bei mir ist es oft schon ein Unterschied, ob ich vorher einfach 5–10 Minuten „warm werde“ und dann mit ganz leichtem Gewicht starte, statt direkt in die Arbeitssätze zu gehen. Und wenn ein Tag sich irgendwie „knirschig“ anfühlt, mache ich halt nur das, was sauber geht, und lasse den Rest weg – bringt ja nichts, sich gleich am Anfang abzuschießen.
Weißt du schon, ob bei dir eher Kniebeugen/Beinpresse die Knie nerven oder eher Bankdrücken/Überkopfdrücken die Schulter?
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Wenn du’s noch nicht klar eingrenzen kannst, testweise je Einheit nur eine der „Verdächtigen“ (z.B. einmal Beinpresse statt Kniebeuge und einmal Schrägbank statt Überkopf) und notiere, welche Variante in den folgenden 24–48 Stunden Knie bzw. Schulter am ehesten reizt – was davon trifft bei dir aktuell am meisten zu?
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