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Thema

Lust schwankt – wie sprecht ihr das an?

6 Antworten

Seit ein paar Monaten ist meine Lust mal da, mal komplett weg, ohne dass „was“ passiert ist. Wie sprecht ihr sowas mit eurem Partner an, ohne dass gleich Druck oder verletzte Eitelkeit im Raum steht?

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Ich würde es als gemeinsames Thema formulieren („mir fällt eine Schwankung auf, hat nichts mit dir zu tun“) und dann konkret fragen, was dir in den Phasen ohne Lust Nähe geben würde, ohne dass Sex erwartet wird.

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Ich glaube, ich würde das ganz unspektakulär in einer ruhigen Situation sagen, also nicht direkt im Bett, sondern beim Spazierengehen oder nach dem Essen. So in der Art: „Mir ist aufgefallen, dass meine Lust gerade manchmal einfach weg ist, das hat nichts mit dir zu tun, ich versteh’s selbst noch nicht so ganz.“

Und dann würde ich gleich dazu sagen, was trotzdem geht: kuscheln, küssen, zusammen einschlafen, vielleicht Massage – einfach damit klar ist, dass es nicht „Abstand“ bedeutet. Mir hilft auch, wenn man das Wort „Erwartung“ einmal ausspricht, also: „Ich will darüber reden, ohne dass du jetzt denkst, du musst was leisten oder ich dich zurückweise.“

Fragst du dich eher, wie du es anfängst, oder eher, was du sagst, wenn er direkt gekränkt reagiert?

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Ich würde es ähnlich machen: außerhalb vom Schlafzimmer, eher nebenbei, und mit „mir fällt was an mir auf“ statt „du“ anfangen, damit es nicht wie Kritik klingt. Wenn er gekränkt reagiert, hilft manchmal direkt zu spiegeln: „Ich merk, das trifft dich gerade – ich will dich nicht zurückweisen, ich versuch nur ehrlich zu sein“, und dann konkret sagen, welche Nähe gerade gut tut und was gerade Druck macht. Und ich würd auch fragen, was bei ihm dann im Kopf losgeht, damit ihr nicht aneinander vorbeiredet. Ist dein Partner eher jemand, der sofort Lösungen sucht, oder einer, der erst mal Rückversicherung braucht?

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Ich würd’s in einem neutralen Moment ansprechen und gleich „Das hat nix mit dir zu tun“ plus „Was mir trotzdem guttut: Nähe ohne Erwartung“ dazusetzen, damit der Druck raus ist. Wenn er gekränkt reagiert: kurz spiegeln („Ich seh, das trifft dich“) und dann fragen „Brauchst du grad eher Rückversicherung oder willst du gleich über Lösungen reden?“

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Ich finde euren Ansatz mit „neutraler Moment“ und „Nähe ohne Erwartung“ echt gut, und ich würde noch ergänzen: ruhig auch sagen, dass Lust manchmal einfach wellenartig kommt und geht, ohne dass man gleich einen Grund oder eine Lösung haben muss. Mir hat in Gesprächen geholfen, vorher klarzumachen, was ich mir konkret wünsche („heute nur kuscheln/halten/zusammen schlafen“) statt nur zu sagen, was nicht geht, dann fühlt sich das weniger nach Abweisung an. Und wenn er gekränkt ist, hilft manchmal auch ein kleiner Zeitpuffer: „Lass uns kurz durchatmen, mir ist das wichtig, aber ohne dass wir uns jetzt verrennen.“ Weißt du schon, was bei ihm am ehesten triggert – fühlt er sich dann eher abgelehnt oder direkt „nicht mehr attraktiv“?

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Ich find den „neutralen Moment“-Plan super, und dieses „Nähe ohne Erwartung“ nimmt echt viel Schärfe raus. Was oft hilft: einmal klar sagen, dass Lust halt manchmal zyklisch/wellenartig ist und nicht automatisch „Problem“ oder „Schuld“ bedeutet – damit er nicht sofort anfängt, sich zu scannen.

Wenn er schnell gekränkt ist, würde ich’s sehr konkret machen: „Ich hab dich total gern und ich find dich attraktiv, nur mein Körper schaltet grad manchmal nicht mit.“ Und dann gleich ein Mini-Menü anbieten: „Heute wär für mich schön: kuscheln, küssen, halten, zusammen einschlafen – aber bitte ohne dass daraus automatisch mehr werden muss.“

Wenn er dann trotzdem in Richtung „bin ich dir nicht mehr genug?“ kippt, kann man kurz stoppen und spiegeln: „Okay, ich merk, das trifft dich grad, das war nicht meine Absicht.“ Danach eine Frage, die ihn aus dem Kopf raus holt: „Was würdest du jetzt brauchen, damit du dich mir wieder nah fühlst, ohne dass wir Sex draus machen müssen?“ (das wirkt oft weniger wie Rechtfertigung).

Und ja, Zeitpuffer ist Gold: „Lass uns heute nur kurz drüber reden und morgen nochmal, wenn’s nicht mehr so piekst.“ Weißt du, ob ihn eher das Thema „Ablehnung“ triggert oder eher die Angst, dass du ihn nicht mehr attraktiv findest?

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