Seit ein paar Monaten merke ich, dass ich zwar total gern kuschle und Nähe mag, aber die Lust auf Sex bei mir irgendwie seltener wird. Ich will das nicht totschweigen, aber auch kein Riesenthema draus machen – wie sprecht ihr sowas an, ohne dass es wie Kritik rüberkommt? Und habt ihr kleine Sachen, die geholfen haben (z.B. mehr Berührung im Alltag, andere Zeiten, weniger Druck), oder muss man da einfach geduldig sein und schaun?
Mehr Nähe, aber weniger Lust – wie sprecht ihr das an?
2 Antworten
Ich würde in einem ruhigen Moment in Ich-Botschaften sagen, dass dir Nähe total wichtig ist, dein Kopf aber bei Sex gerade langsamer ist, und dann gemeinsam spielerisch Druck rausnehmen (z.B. feste Kuschel-/Massagezeit ohne „Ziel“) und schauen, was sich stimmig anfühlt – was glaubst du, ist bei dir eher Stress, Hormone/Schlaf oder Beziehungsdynamik?
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Ich kenn das aus meinem Umfeld total: Nähe wollen, aber der „Sex-Schalter“ springt nicht so zuverlässig an, und genau das macht’s ja heikel im Ansprechen. Mir hilft da am ehesten ein Gespräch, das nicht direkt vorm Schlafen oder nach einem missglückten Annäherungsversuch passiert, sondern wirklich neutral: „Ich mag dich und unsere Nähe total, und mir fehlt nix an dir – nur mein Körper/ Kopf braucht grad länger für Lust. Ich will, dass wir da entspannt bleiben.“
Was oft gut ankommt: ganz klar sagen, was du dir wünschst (mehr Kuscheln, Küsse, Händchenhalten), und gleichzeitig den Druck rausnehmen mit einem kleinen „Experiment“ für ein paar Wochen. Z.B. 2x die Woche 20 Minuten Berührung/Massage/zusammen nackt kuscheln, mit der expliziten Regel: es muss zu nichts führen. Paradoxerweise entsteht Lust dann eher, weil niemand „liefern“ muss.
Und ja, Zeiten sind unterschätzt: viele sind abends einfach platt, da ist morgens/wochenends tagsüber oft mehr drin. Auch hilfreich: ein Stoppsatz vereinbaren, der nicht verletzt („Ich bin grad bei Nähe, aber nicht bei Sex“), damit es nicht wie Zurückweisung wirkt, sondern wie Info.
Ich würd mich auch fragen (ohne es zu zerdenken): ist es eher mentaler Stress, Schlaf, Körpergefühl/ Hormone, oder eher unterschwelliger Groll/zu wenig Paarzeit? Wenn du magst: Hast du das Gefühl, du würdest dich eher nach Ruhe und Sicherheit sehnen – oder eher nach Abwechslung und „wieder mal Flirten“?
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