Mir fällt auf, dass bei uns oft der Alltag gewinnt und Intimität dann irgendwie „hinten runter fällt“ – obwohl wir uns eigentlich mögen. Habt ihr einfache Ideen oder Rituale, die nicht nach Terminplan klingen, aber trotzdem helfen, wieder öfter in Berührung und Lust zu kommen? Ich such was, das realistisch ist und nicht sofort nach 2 Wochen wieder einschläft.
Mehr Nähe trotz Stress – wie macht ihr das in der Lebensmitte?
2 Antworten
Bei uns hilft am ehesten „klein anfangen“: kurzer Kuss in der Küche, eine Minute Umarmung ohne gleich weiterzumachen, abends im Bett erst mal fünf Minuten nur anlehnen oder Rücken kraulen – ohne dass daraus „mehr werden muss“, das nimmt Druck raus und passiert dann eher trotzdem. Ganz praktisch: Handy ab einer bestimmten Uhrzeit weg und einmal am Tag ein Mini-Check-in („Was war heute gut, was hat genervt?“), weil Nähe bei mir stark davon lebt, ob wir uns gesehen fühlen. Und wenn’s doch nach Termin klingt: Wir haben eher so ein loses „Wenn wir beide noch wach sind, gehen wir zusammen ins Bett“-Ritual, nicht Sex verabredet, sondern Zeit dafür. Was stresst euch gerade am meisten – Zeitmangel, Kopf voll oder eher das Gefühl, es müsste gleich perfekt laufen?
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Ich kenn das mit dem „Alltag gewinnt“ nur zu gut – bei uns hat’s geholfen, Berührung als Standard einzubauen: beim Heimkommen erst mal 20 Sekunden fest drücken, im Vorbeigehen kurz an Hüfte/Schulter streifen, und abends im Bett eine „nur kuscheln“-Ansage, damit keiner gleich Leistung erwartet. Außerdem machen wir manchmal eine Mini-Verabredung ohne großes Tamtam: zusammen duschen oder eine Runde um den Block, und danach schauen, ob noch Nähe dran hängt. Wenn ihr merkt, es schläft nach zwei Wochen ein: Ist es bei euch eher die Müdigkeit am Abend oder dass ihr tagsüber gedanklich nie rauskommt aus To-dos?
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