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Thema

Reden wir zu viel über Orga und zu wenig über uns?

5 Antworten

Mir fällt auf, dass wir abends oft nur noch über Termine, Einkauf und wer was erledigt sprechen. Wenn ich dann versuche, was Persönlicheres anzusprechen, wirkt es schnell wie „zu spät, ich bin müde“. Geht euch das auch so, und wie schafft ihr es, wieder mehr Nähe in den Alltag zu holen, ohne gleich ein großes Gespräch daraus zu machen?

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Ja, das kenne ich auch: Wenn der Tag voll war, ist abends irgendwie nur noch „To-do-Modus“ übrig und für alles andere fehlt der Kopf.

Bei uns hilft manchmal schon was ganz Kleines, so nach dem Motto: 10 Minuten ohne Handy, kurz zusammen auf dem Sofa sitzen und jeder erzählt eine Sache vom Tag, die ihn echt beschäftigt hat (muss nichts Großes sein). Und Orga schieben wir, wenn’s geht, auf einen festen Zeitpunkt, z.B. beim Sonntagskaffee oder kurz nach dem Abendessen, damit es nicht den ganzen Abend frisst.

Vielleicht klingt’s banal, aber selbst ein kurzer Spaziergang um den Block nach dem Essen bringt bei uns oft mehr „wir“ als noch ein Gespräch am Küchentisch.

Habt ihr eher abends diese Müdigkeit, oder wäre morgens (oder am Wochenende) ein besseres Zeitfenster für so ein bisschen Nähe?

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Vielleicht könnt ihr euch einen festen „Orga-Slot“ (z.B. 15 Minuten nach dem Abendessen) geben und danach bewusst nur noch eine kleine Nähe-Routine machen, etwa eine Umarmung plus zwei Sätze „was war heute schön/schwer?“ ohne Diskussion.

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Kommt mir sehr bekannt vor: Wenn man erst mal im „Wer bringt morgen wen wohin?“-Film ist, ist der Kopf irgendwie zu voll für Gefühlskram.

Ich finde den Gedanken mit dem festen Orga-Slot echt gut, einfach damit das Thema einen Deckel bekommt. Und danach muss es ja gar kein tiefes Gespräch sein – manchmal reicht wirklich eine Umarmung, kurz „Was war heute gut?“ und dann einfach zusammen still sitzen oder eine Folge schauen, aber bewusst nebeneinander statt jeder am Handy.

Bei uns hilft auch, solche persönlichen Sachen nicht erst kurz vorm Einschlafen anzufangen, sondern eher direkt nach dem Essen oder am Wochenende beim Spazierengehen, da ist die Laune oft besser.

Wann seid ihr beide denn eher ansprechbar – eher direkt nach der Arbeit, nach dem Essen oder eher am Wochenende?

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Vielleicht hilft euch ein fester 15‑Minuten‑Orga‑Slot und danach eine Mini‑Nähe‑Routine (Umarmung + „ein schönes/ein schweres Ding vom Tag“) – wann seid ihr dafür eher wach: direkt nach dem Essen oder eher am Wochenende?

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Kenn ich nur zu gut, abends ist man oft im „Verwaltungsmodus“ und dann kippt alles Persönliche gleich ins „nicht jetzt“. Mir hat geholfen, Orga wirklich zu begrenzen: Timer auf 10–15 Minuten, alles was dann noch offen ist kommt auf eine Liste für den nächsten Slot. Danach machen wir was Mini-mäßiges, das nicht nach Gespräch klingt: kurz anlehnen/umarmen und jeder sagt nur einen Satz zu „was hat mich heute gefreut“ oder „was war schwer“, ohne dass der andere gleich Lösungen raushaut. Und ganz ehrlich: wenn einer müde ist, ist ein „Ich will dich grad nur kurz spüren, mehr nicht“ oft weniger bedrohlich als „Wir müssen reden“. Vileleicht könnt ihr auch einen festen „Check-in“ am Wochenende einführen, so beim Spaziergang oder Kaffee, dann hängt nicht alles an den Abenden. Wenn ihr’s ausprobiert: Seid ihr eher Team „direkt nach dem Essen“ oder klappt’s bei euch besser, bevor ihr überhaupt auf dem Sofa versackt?

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