Mir fällt auf, dass wir abends oft nur noch über Termine, Einkauf und wer was erledigt sprechen. Wenn ich dann versuche, was Persönlicheres anzusprechen, wirkt es schnell wie „zu spät, ich bin müde“. Geht euch das auch so, und wie schafft ihr es, wieder mehr Nähe in den Alltag zu holen, ohne gleich ein großes Gespräch daraus zu machen?
Reden wir zu viel über Orga und zu wenig über uns?
2 Antworten
Ja, das kenne ich auch: Wenn der Tag voll war, ist abends irgendwie nur noch „To-do-Modus“ übrig und für alles andere fehlt der Kopf.
Bei uns hilft manchmal schon was ganz Kleines, so nach dem Motto: 10 Minuten ohne Handy, kurz zusammen auf dem Sofa sitzen und jeder erzählt eine Sache vom Tag, die ihn echt beschäftigt hat (muss nichts Großes sein). Und Orga schieben wir, wenn’s geht, auf einen festen Zeitpunkt, z.B. beim Sonntagskaffee oder kurz nach dem Abendessen, damit es nicht den ganzen Abend frisst.
Vielleicht klingt’s banal, aber selbst ein kurzer Spaziergang um den Block nach dem Essen bringt bei uns oft mehr „wir“ als noch ein Gespräch am Küchentisch.
Habt ihr eher abends diese Müdigkeit, oder wäre morgens (oder am Wochenende) ein besseres Zeitfenster für so ein bisschen Nähe?
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Vielleicht könnt ihr euch einen festen „Orga-Slot“ (z.B. 15 Minuten nach dem Abendessen) geben und danach bewusst nur noch eine kleine Nähe-Routine machen, etwa eine Umarmung plus zwei Sätze „was war heute schön/schwer?“ ohne Diskussion.
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