Mir ist aufgefallen, dass mein Partner und ich abends oft nur noch über Termine, Einkaufen und wer was erledigt reden. Ist das einfach normal in der Lebensmitte, oder habt ihr kleine Ideen, wie man wieder mehr „wir“ ins Gespräch bringt, ohne dass es gleich nach Beziehungs-Workshop klingt?
Reden wir zu viel übers Organisieren und zu wenig über uns?
6 Antworten
Kenne ich aus meinem Umfeld auch: Man ist abends müde und dann ist „Wer macht morgen was?“ irgendwie das Nächstliegende.
Vielleicht hilft schon was Kleines wie: Handy kurz weg, zehn Minuten hinsetzen und jeder erzählt eine Sache vom Tag, die gut war und eine, die genervt hat – ohne gleich Lösungen zu suchen.
Oder ihr macht das Orga-Zeug bewusst „kurz und schmerzlos“ am Anfang und danach ist Orga-Stop, auch wenn noch was einfällt.
Und manchmal bringt schon ein Mini-Ritual was, sowas wie zusammen einen Tee machen und dabei nicht über To-dos reden.
Was habt ihr früher abends eher miteinander besprochen, bevor das so „Termin-lastig“ wurde?
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Ich glaube, das ist ziemlich normal, wenn der Kopf abends voll ist – aber es muss nicht so bleiben. Uns hat im Bekanntenkreis schon geholfen, so eine Art „Orga-Fenster“ zu machen (z.B. 15 Minuten) und danach eine Frage, die nix mit To-dos zu tun hat, wie „Was hat dich heute richtig beschäftigt?“ oder „Worauf freust du dich gerade?“. Wenn ihr euch damit komisch vorkommt: Welche Situationen gab’s früher, wo ihr automatisch mehr über euch geredet habt – beim Spazieren, im Bett vorm Einschlafen, beim Kochen?
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Ich glaub auch, das rutscht einfach so rein, wenn man den ganzen Tag funktioniert und abends nur noch „abarbeiten“ kann. Bei uns hat schon geholfen, das Orga-Zeug wirklich auf einen Zettel zu schreiben und dann ist es erstmal aus dem Kopf raus, statt es immer wieder zwischenrein zu schieben.
Und manchmal ist es echt leichter, wenn man dabei was Simples macht: kleiner Spaziergang um den Block oder zusammen die Küche aufräumen – da redet es sich irgendwie natürlicher als „so, jetzt reden wir mal über uns“. Wenn man gar nicht weiß, was man fragen soll: „Was war heute eigentlich der beste Moment?“ klingt banal, aber bringt einen oft weg von Terminen.
Habt ihr abends irgendeinen Moment, wo ihr eh nebeneinander seid (z.B. nach dem Essen oder vorm Schlafen), den man als „Orga-frei“ fest verabreden könnte?
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Vielleicht hilft ein fester „Orga-Block“ (z.B. 10–15 Minuten) und danach konsequent eine einzige offene Frage wie „Woran hast du heute gedacht, als du kurz nur für dich warst?“ – wann am Abend wäre dafür bei euch am ehesten ein ruhiger Moment?
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Bei uns hat’s geholfen, das Orga-Zeug wirklich als „einmal kurz durch, dann Ende“ zu machen und alles, was danach noch einfällt, nur noch auf eine Liste zu schreiben statt wieder anzufangen zu diskutieren. Danach eher was, das nebenbei läuft: kleiner Spaziergang, Zähneputzen zusammen, noch kurz auf dem Balkon sitzen – da kommen die echten Themen oft von allein, ohne dass es nach Methode klingt. Wenn’s mal hakt, reicht manchmal eine Frage wie „Was war heute überraschend schön?“ oder „Was hat dich gerade wirklich beschäftigt?“. Wann habt ihr abends am ehesten 10 Minuten, in denen ihr nicht komplett im Autopilot seid?
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Vielleicht probiert ihr ein festes 10‑Minuten‑„Orga-Fenster“ und danach konsequent eine einzige persönliche Frage (z.B. „Was hat dich heute innerlich bewegt?“) – welcher Zeitpunkt am Abend wäre dafür bei euch am realistischsten?
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